Editorial Montana

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Tourenarchiv - Skitouren

Ammergauer Hochplatte, 2.073 m     Deutschland

18 km, hm, 5:30 h Gesamtbewertung Gesamtbewertung Gesamtbewertung Gesamtbewertung Gesamtbewertung Gesamtbewertung Gesamtbewertung Gesamtbewertung


Lange Tour mit schönen Hängen und tollem Panorama

Die Hochplatte in den Ammergauer Alpen ist eine traumhafte Tour mit wunderbaren langen freien Hängen, die jedoch Kondition erfordert: die 1500 Hm verteilen sich auf immerhin knapp 18 km Länge und beinhalten zwei Gegenanstiege.

Die Ausrichtung ist überwiegend ostseitig. Die Tour erfordert sichere Verhältnisse, die Lawinengefahr ist insbesondere in den Steilhängen erheblich.

Start ist am Parkplatz an der Einmündung des Sägertales (950 m): von München aus über die A95, Oberau, Ettal, Graswang und Schloß Linderhof - der Parkplatz ist kurz dahinter auf der rechten Seite. Von Österreich aus über Garmisch bis Oberau.

Schon nach ein paar Metern auf der am Parkplatz beginnenden Forststraße kommen wir zu einer Abzweigung, an der links die Tour zur Scheinbergspitze abzweigt. Wir bleiben jedoch geradeaus und laufen dann etwa eine Stunde flach in das landschaftlich sehr hübsche Sägertal, immer am Bach entlang auf der zumeist geräumten Forststraße.

Kurz vor dem Talende queren wir den Bach (ohne Brücke aber mit genügend großen Steinen) und folgen dem Bach noch ein Stück linksseitig.

Dann geht es kurz in steilen Serpentinen den Hasentalgraben hinauf bis wir auf den Sommerweg treffen, dem wir nach links folgen und der uns wieder ins freie Gelände des Lösertalmösls führt.

Vom hier steigen wir nun über freie Hänge bis zum Lösertaljoch (1682 m) hinauf und fahren bzw. rutschen auf der anderen Seite nach Westen etwa 50 hm wieder hinunter ins Beinlandl (ist normalerweise ohne Abfellen möglich).

Es folgt eine lange Querung am Hang entlang bis zu der schon weithin sichtbaren Gratmulde südlich des Schlössls.

Hier wenden wir uns nach rechts und steigen den mittelsteilen Hang hinauf, der uns zum Wilden Freithof bringt, einer langgezogenen Grube, die wir der Länge nach queren.

Über die sich anschließende lange Bergflanke gelangen wir schließlich zum Gipfelgrat der Hochplatte (Gamsangerl) auf 1.985 m.

Bereits von hier hat man einen tollen Blick über die Ammertaler Alpen - die in unserem Falle malerisch aus einem Wolkenmeer hervorspitzten.

Für die letzten paar Meter über den Grat zum Gipfel sollte man schwindelfrei sein. Bei guter Schneelage ist aber die gesamte Strecke mit Skiern machbar.

Die Abfahrt folgt zunächst ein langes Stück der Aufstiegsspur. Im Beinlandl hängen wir allerdings noch einen weiteren schönen freien Hang dran - anfellen müssen wir sowieso für den Aufstieg zum Lösertaljoch, da kommt es auf 50 hm mehr oder weniger auch nicht mehr an.

Dann folgen weitere wunderbare freie Hänge bis kurz vor dem Lösertalmösl rechts die Aufstiegsspur Richtung Scheinbergspitze abzweigt. Alternativ könnten wir zwar auch geradeaus bleiben und unserer Aufstiegsspur ins Sägertal hinunter folgen, müßten dann aber auch die etwa drei Kilometer Skating zum Parkplatz zurück in Kauf nehmen.

Da ziehen wir die zusätzlichen 300 hm doch vor, die uns zur Abfahrt der Scheinbergspitze bringen.

Hinweis: Je nach Schneelage kann man auch schon nach etwa 200 hm links durch den Wald zu einem etwas tieferen Punkt der Scheinbergspitzenabfahrt abzweigen.

Die Abfahrt von der Scheinbergspitze bringt uns nun über zunächst noch zwei freie Hänge, dann durch lichten Wald und schließlich auf einem Forstweg direkt zurück zum Parkplatz.

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